Hoher Qualitätsstandard: Spatenstich für das Senioren- und Pflegezentrum in Lauda

Fränkische Nachrichten berichten (21.05.2004):

Lauda. Wenn die Witterung mitspielt, geht es am heutigen Freitag los: Erst werden die Markierungen abgesteckt und dann rollt der Bagger an, um die überdimensionierte Grube für das Senioren- und Pflegezentrum Lauda auszuheben, das im Neubaugebiet „Großer Flur“ entsteht. Im Eingangsbereich direkt unterhalb des Kreisels im Mörikeweg, fand der symbolische Spatenstich im Beisein etlicher Repräsentanten statt, mit dem gleichzeitig endgültig „grünes Licht“ für diese Maßnahme gegeben wurde. Geplant ist die Fertigstellung dieses Komplexes für August 2005.

Auf Anregung der Stadt Lauda-Königshofen, damals noch vertreten durch Bürgermeister Otmar Heirich, habe der Investor, das Evangelische Diakoniewerk Schwäbisch Hall, kurz DIAK, als Generalunternehmer die Firma Ranft & Kästner (Creglingen) Anfang 2003 mit der Projektentwicklung des ersten Bauabschnittes für das Laudaer Senioren-Wohn- und Pflegezentrum, nämlich das Pflegeheim, beauftragt. Dies erwähnte mitten auf der noch grünen und saftigen Wiese Geschäftsführer Michael Ranft. 44 Voll- und Kurzzeitpflegeplätze der Stufen I bis III sowie drei Tagespflegeplätze stünden künftig im Neubau zur Verfügung, so Ranft. Er bescheinigte dem diakonischen Betriebsträger eine „hervorragende Erfahrung und einen hohen Qualitätsstandard in der stationären und ambulanten Pflege“.

Bei einer gesamten Nutzfläche von 2455 Quadratmetern belaufe sich der umbaute Raum auf rund 10 840 Quadratmeter, und dies auf einem 2990 Quadratmeter großen Grundstück. Der Geschäftsführer zählte als Räumlichkeiten zur Kontaktpflege und besonderen Nutzung beispielsweise die Cafeteria und den Andachtsraum auf, ehe er sich dem zweiten Abschnitt, dem „Betreuten Wohnen“, zuwandte. Hier trete Ranft & Kästner als Investor und Bauträger auf, merkte der Creglinger an. Der voraussichtliche Baubeginn sei auf September terminierte, mit geplanter Fertigstellung Ende 2005.

21 Wohnungen werde dieses Gebäude einmal beinhalten. Und zwar zwei oder drei Zimmer mit einer Fläche von 48 bis 90 Quadratmetern, ergänzt jeweils mit zusätzlichen Nebenräumen und Balkon, erklärte Michael Ranft. Er wies auf die barrierefreie Planung und die komfortable Ausstattung (wie elektrische Rollläden) hin. Die Grundversorgung werde mit einem Notrufsystem gewährleistet, hinzu kämen die Gebäudereinigung, die Pflege der Außenanlagen und der Winterdienst. Die Wahlleistungen reichten darüber hinaus vom „Essen auf Rädern“ über den Wäscheservice bis hin zur ambulanten Pflege im Krankheitsfall.

Auch eigene Stellplätze könnten angeboten werden, fügte der Geschäftsführer an, der bereits im Vorfeld eine starke Nachfrage sowohl von Selbstnutzern als auch von Vermietern/“Vorsorgern“ erkannte. Eine Kaufabsichtserklärung mit entsprechender Reservierung gebe es bereits für 60 Prozent der Wohnungen, weitere Interessenten könnten sich an ihn, Michael Ranft, Telefon 0 79 33 / 7 00 70, wenden. Der Komplex habe eine Nutzfläche von 1425 Quadratmetern, auf 2044 Quadratmetern Grundstücksfläche. Als zusätzliche Einrichtungen im „Betreuten Wohnen“ seien noch Praxisräume für Physiotherapie beziehungsweise Logopädie vorgesehen, zudem ein Kiosk mit kleinem Lebensmittelangebot zur Nahversorgung und eventuell ein Friseur, wobei Gestaltungswünsche noch berücksichtigt werden könnten, wie betont wurde.

„Die Gebäude sind eigenständig, jedoch im Erdgeschoss direkt miteinander verbunden, so dass Leistungen problemlos in Anspruch genommen und Kontakte gepflegt werden können“, hob Ranft hervor. Bürgermeister Thomas Maertens würdigte die zukunftsorientierte Gesamtkonzeption an dieser Nahtstelle zwischen alter und neuer Bebauung. Dies sei verstreuten Einzellösungen allemal vorzuziehen, unterstrich das Stadtoberhaupt, bevor nach ergänzenden Ausführungen der Architektin Andrea Ranft die Gesamtinvestition auf rund 6,5 Millionen Euro beziffert wurde.

Im Anschluss nutzte Verwaltungsdirektor Klaus Waidelich die Gelegenheit, das DIAK kurz vorzustellen. Wie das Mitglied des Vorstandes erläuterte, sei das Evangelische Diakoniewerk ein Dienstleistungszentrum für alte, kranke sowie behinderte Menschen und mit etwa 2400 Mitarbeitern der zweitgrößte Arbeitgeber in Schwäbisch Hall, so der Betriebswirt, der näher auf die fünf verschiedenen Tätigkeitsbereiche einging. Nachdem man sich bislang vorwiegend innerhalb der Stadtgrenzen bewegt habe, sei man inzwischen dabei, die Aktivitäten auf einen größeren Raum auszudehnen, verdeutlichte Waidelich, der darauf aufmerksam machte, dass eine Art Verbund ins Auge gefasst werde: „In Creglingen haben wir erst vor wenigen Tagen ein Seniorenheim unter unserer Leitung eröffnet, nach Lauda sollen dann noch entsprechende Einrichtungen in Niederstetten und Weikersheim dazu kommen.“ bix