Spatenstich für neues Senioren-Zentrum soll im Mai sein

Fränkische Nachrichten berichten (22.12.2003):

Lauda-Königshofen: Mit der Vertragsunterzeichnung für das Senioren-Wohn- und Pflegezentrum Lauda baut die Stadt Lauda-Königshofen ihren Ruf als Sozial- und Pflegezentrum weiter aus. Mit ihren Unterschriften bestätigten jetzt Michael Ranft von der Ranft und Kästner GmbH Creglingen und Pfarrer Frank Otfried July, als Vertreter des Evangelischen Diakoniewerkes Schwäbisch Hall, den Vertrag über die Betriebs- und Betreuungsträgerschaft des geplanten Projektes.

Die Firma Ranft & Kästner hat, in Zusammenarbeit mit der Stadt Lauda-Königshofen und der Diakonie Schwäbisch Hall, ein zeitgemäßes Konzept erarbeitet, das gezielt auf die Bedürfnisse älterer Menschen abgestimmt ist. Entstehen wird eine Kombination aus Pflegeheim und betreutem Wohnen.

Die beiden Nutzungsbereiche liegen in zwei eigenständigen, jedoch über einen Verbindungsgang miteinander verknüpften Gebäuden. Neben der Betriebsträgerschaft übernimmt die Diakonie Schwäbisch Hall als erfahrener Partner außerdem die Bereitstellung der Betreuungsleistungen für die als Eigentumswohnungen errichteten Seniorenwohnungen (wir berichteten bereits).

Neben den 22 geplanten seniorenfreundlichen und behindertengerechten Wohnungen sind im Erdgeschoss Räumlichkeiten für einen Kiosk mit kleinem Lebensmittelbereich zur Nahversorgung, eine Praxis für Physiotherapie oder weitere ärztliche Leistungen sowie ein Friseur vorgesehen. Weiter entsteht eine Cafeteria als zentraler Treffpunkt. Das Konzept „Betreutes Wohnen“ steht für Wohnungen, die nicht nur den räumlichen Bedürfnissen älterer Menschen entsprechen, sondern in denen auch eine Grundversorgung mit Hausnotruf und Hausmeisterdiensten gewährleistet ist. Darüber hinaus können zusätzliche Leistungen in Anspruch genommen werden, etwa die ambulante Krankenpflege, ein Essensdienst oder Wäscheservice.

Im Gegensatz zu den Wohnformen „Altenheim“ oder „Altenpflegeheim“ bietet „Betreutes Wohnen“ eine eigene Haushaltsführung mit allem, was dazugehört. Die Ausstattung und Gestaltung der Wohnungen ist so durchdacht, dass ältere Menschen möglichst lange darin wohnen können. Beispielsweise sind alle Wohnungen barrierefrei, das heißt Rollstuhl- und behindertengerecht ausgestattet und verfügen über einen Balkon oder eine Terrasse.

Beim „Betreuten Wohnen“ können ältere Menschen so gleichzeitig in ihrer eigenen Wohnung leben und dabei Hilfeleistungen in Anspruch nehmen, die ganz auf den eigenen Bedarf und die persönliche Lebenssituation abgestimmt sind.

Das angrenzende Pflegeheim bietet Versorgungssicherheit und schnelle Hilfe im Notfall. Eventuell zu pflegende Angehörige oder Ehe- und Lebenspartner können zu Fuß besucht werden, ohne dass der Innenbereich verlassen werden muss.

Der Spatenstich, für das Senioren-Wohn- und Pflegezentrum, das im Wohngebiet „Großer Flur“ liegt, soll im Mai nächsten Jahres sein. Durch die günstige Lage sind viele Infrastruktureinrichtungen, wie beispielsweise die städtischen Bade-, Sport- und Freizeiteinrichtungen und ein in der Nähe liegendes Einkaufscenter, von den älteren Menschen direkt zu Fuß erreichbar. Die Anbindung zur Innenstadt soll durch eine vom Gemeinderat angestrebte Buslinie erfolgen. stv